Das Geheimnis der Schweizer Uhren

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Das Geheimnis der Schweizer Uhren

Die Wiege der Uhrmacherei steht in den Bergen der französischen Schweiz. Mit den Namen der beiden Städtchen La Chaux-de-Fonds und Le Locle verbinden Kenner höchste Präzision. Denn hier begann der Weltruhm der Schweizer Uhren.

In dem lichtdurchfluteten Atelier ist es still. Leise tickt und surrt es an den Arbeitspulten. Emilie Choulat, Restaurationsstudentin im zweiten Studienjahr, muss für ihre Diplomprüfung eine historische Uhr restaurieren und versuchen, die ursprünglichen Funktionen wiederherzustellen. Ersatzteile gibt es keine, jede Uhr ist ein handgefertigtes Unikat.

Um diese Uhren zu restaurieren, braucht man eine Philosophie, das Bewusstsein über die Einzigartigkeit der Objekte, die einem anvertraut werden. „Komplikationen“ heißen zum Beispiel jene Uhren, die neben Minuten und Stundenanzeigen weitere Funktionen haben. Sie können Sekundenbruchteile stoppen, das Datum oder astronomische Angaben anzeigen oder die Zeit durch akustische Signale wiedergeben.

Auch Diego Azconegui gehört zu den sechs bis acht Nachwuchsrestauratoren, die pro Jahr an der Technischen Hochschule von Le Locle aufgenommen werden. Wie Emilie Choulat kämpft er nicht nur mit der Uhr, sondern auch gegen die Zeit, um rechtzeitig vor Ablauf der Prüfung fertig zu sein. Er liebt diesen Beruf: “Hier habe ich leidenschaftliche Menschen gefunden, die keine Stunden zählen, die nur für die Uhren leben … Das Schlimmste ist, letztendlich, von der Zeit eingeschränkt zu sein. Das ist nicht einmal für einen Uhrmacher leicht zu ertragen.”

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